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Präsentismus
Anwesend heißt nicht automatisch arbeitsfähig. Genau das ist Präsentismus.

Präsentismus beschreibt, dass Menschen arbeiten, obwohl sie krank sind. Das Problem bleibt oft unsichtbar: Die Person ist da – Konzentration, Belastbarkeit oder Leistungsfähigkeit aber nicht unbedingt.

Nachdenkliche Person

Wie häufig kommt das vor?

  • In der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023 gaben 54 % der abhängig Beschäftigten an, mindestens einen Tag trotz Krankheit gearbeitet zu haben.
  • Im Durchschnitt berichteten die Befragten rund sechs Präsentismustage im Jahr.

Warum Menschen trotzdem arbeiten

  • Verantwortungsgefühl gegenüber Kolleginnen und Kollegen
  • Personalknappheit oder Termindruck
  • Sorge, Arbeit bleibe liegen
  • Führungskultur und betriebliche Erwartungen
  • Arbeiten von zu Hause senkt die sichtbare Schwelle zum Weiterarbeiten

Was Unternehmen daraus mitnehmen sollten

  • Nicht jede Anwesenheit ist ein Produktivitätsgewinn.
  • Regeneration muss im Unternehmen erlaubt sein – praktisch, nicht nur auf dem Papier.
  • Frühzeitige Unterstützung kann helfen, Belastungen zu sortieren; sie ersetzt keine medizinische Behandlung.

Kurz gesagt

Gute psychosoziale Unterstützung soll Probleme nicht aufblasen. Sie soll Menschen helfen, früher klarzukommen – und Unternehmen dort entlasten, wo Führung und Organisation allein nicht weiterhelfen.

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Psychische Belastung im Arbeitsalltag

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