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Mitarbeitende psychisch unterstützen
Sie müssen nicht wissen, was jemand hat. Sie sollten wissen, was Sie tun können.

Wenn sich Verhalten, Leistung oder Stimmung deutlich verändern, braucht es keine Ferndiagnose. Sinnvoller sind ein gutes Gespräch, klare Grenzen und ein erreichbarer Unterstützungsweg.

Nachdenkliche Person

1. Wahrnehmen

  • Veränderungen konkret beobachten, nicht interpretieren.
  • Beispiel: „Mir fällt auf, dass du in letzter Zeit deutlich stiller bist“ statt „Du bist bestimmt depressiv“.

2. Ansprechen

  • ruhig und unter vier Augen
  • konkrete Beobachtung benennen
  • offen fragen, ohne Druck auf private Details
  • bei akuter Gefahr nicht allein lassen und professionelle Hilfe einschalten

3. Unterstützung anbieten

  • betriebliche Möglichkeiten erklären
  • externe, vertrauliche Hilfe zugänglich machen
  • Arbeitsorganisation prüfen, wenn die Belastung aus der Arbeit kommt
  • Führungskraft bleibt Führungskraft – nicht Therapeut oder Therapeutin

Kurz gesagt

Gute psychosoziale Unterstützung soll Probleme nicht aufblasen. Sie soll Menschen helfen, früher klarzukommen – und Unternehmen dort entlasten, wo Führung und Organisation allein nicht weiterhelfen.

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